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 Betreff des Beitrags: Halloween Brauchtum
BeitragVerfasst: 18. Nov 2017, 20:06 
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Es mag den Anschein haben, daß Halloween sich lediglich um Süßigkeiten und Kostümierungen dreht. Doch das noch relativ junge Fest, welches in Amerika erst im frühen Zwanzigsten Jahrhundert populär wurde und in Deutschland seit ca. 20 bis 25 Jahren zelebriert wird, hat seine Wurzeln im alten heidnischen Glauben. Vor fast 2000 Jahren markierte das Halloween-Fest das keltische Neujahr und wurde ursprünglich als Samhain bezeichnet, was auf Gälisch soviel wie Sommerende bedeutet.

Einige Halloween-Brauchtümer, wie zum Beispiel das Kürbisschnitzen, basieren auf irischer Folklore und wurden über die Jahrhunderte weitergetragen, während andere, wie Candy Corn (eine amerikanische Süßigkeit, die wie ein Maiskorn aussieht), zu den modernen Halloween-Traditionen zählen.




Schwarze Katzen

Oft als Symbole für Pech und Unglück benutzt, zieren schwarze Katzen viele Halloween-Dekorationen. Der schlechte Ruf der schwarzen Samtpfoten reicht bis ins Mittelalter zurück, als Hexenverfolgungen zum Alltag gehörten. Ältere, alleinstehende Frauen wurden oft der Hexerei angeklagt und ihre Haustiere wurden entweder als ihre „Vertrauten“ oder dämonische Tiere bezeichnet, die ihnen vom Teufel gegeben wurden.
Ein weiterer mittelalterlicher Mythos erzählt davon, daß Satan selbst sich in eine schwarze Katze verwandelte, wenn er mit Hexen verkehrte. Heute allerdings werden schwarze Katzen nicht mehr überall mit Unglück und Unheil gleichgesetzt. In Irland, Schottland und England ist es ein gutes Zeichen, wenn einem eine schwarze Katze über den Weg läuft.



Halloweenkürbisse

Eine witzige Beschäftigung im Herbst ist wohl das Kürbis-Schnitzen. Doch diese spaßige Tätigkeit hat ihren Ursprung in einer sinistren, tragischen Fabel.
Keltische Folklore berichtet von einem betrunkenen Farmer namens Jack, der den Teufel austrickste. Dieser Betrug jedoch resultierte darin, daß ihm nach dem Tode sowohl die Tore zum Himmel als auch die zur Hölle verwehrt wurden. Dazu verdammt, in der Dunkelheit des Purgatoriums umherzuwandern, machte sich Jack eine Laterne aus einer Rübe und einem brennenden Stück Kohle, welches ihm der Teufel aus der Hölle hochgeworfen hatte.
Die Geschichte berichtet, daß Jack die Laterne dazu benutzte, seine verlorene Seele zu leiten. Deshalb glaubten die Kelten, daß sie durch das Aufstellen von Kürbislaternen den umherirrenden Seelen in der Halloween-Nacht den Weg nach Hause weisen können. Ursprünglich aus einer ausgehöhlten Rübe mit einer Kerze im Innern gemacht, dienten die gruselig geschnitzten Gesichter der Halloween-Kürbisse auch dazu, böse Geister zu vertreiben. Als die Kartoffel-Hungersnot von 1846 die irischen Familien dazu zwang, nach Nordamerika zu fliehen, kam die Tradition mit ihnen. Da Rüben in den Vereinigten Staaten zu dieser Zeit eher Mangelware waren, wurden an deren Stelle Kürbisse benutzt.



Fledermäuse

Im mittelalterlichen Volksglauben galten Fledermäuse ebenfalls als „Vertraute“ von Hexen und das Erblicken einer Fledermaus an Halloween wurde als unheilvolles Zeichen betrachtet. Sah man eine Fledermaus dreimal um jemandes Haus fliegen, besagte ein Mythos, dann bedeutete dies, daß ein Bewohner des Hauses in Bälde sterben würde. Flog in der Halloween Nacht eine Fleder-Maus in ein Haus, berichtete ein anderer Aberglaube, so hieß dies, daß das Haus heimgesucht sei, da die Geister die geflügelte Kreatur hereingelassen hatten.



Spinnen

Spinnen sind eine Quelle der Angst für viele Menschen. Und darum eignen sie sich einfach perfekt als Deko für eine schrecklich-gute Halloween-Fete. Doch auch die achtbeinigen Krabbler genossen in der mittelalterlichen Aberglauben-Tradition einen sehr schlechten Ruf und galten neben den schwarzen Katzen und Fledermäusen als böse Begleiter von Hexen. Ein Aberglaube sprach davon, daß Hexen sich in der Nähe befanden, wenn eine Spinne in eine Kerze fiel und von der Flamme verzehrt wurde. Weiterhin glaubte man, daß der Geist eines verstorbenen Lieben über einen wache, wenn man eine Spinne an Halloween sah.



Hexen

Das stereotype Bild der ausgemergelten Hexe mit spitzem, schwarzem Hut und warzenbewehrter Nase, die in ihrem Kessel einen magischen Trank durchrührt, hat seinen Ursprung in einer heidnischen Göttin, bekannt unter dem Namen „The Crone“ (altes Weib), welche an Samhain verehrt wurde. Das alte Weib, auch als „die Alte“ oder „Erdmutter“ bezeichnet, symbolisierte Weisheit, Veränderung und den Wechsel der Jahreszeiten. Doch heutzutage hat sich die nette, allwissende, alte Frau in eine bedrohliche, hämisch lachende Hexe verwandelt, die zum Symbol des Halloween-Festes geworden ist.



Hexenkessel

Die heidnischen Kelten glaubten, daß nach dem Tode alle Seelen in den Kessel des alten Weibes gingen, der symbolisch für den Schoß der Mutter Erde stand. Dort erwarteten die verstorbenen Seelen die Wiedergeburt, denn das Rühren der Göttin erlaubte es neuen Seelen, in den Hexenkessel zu kommen und damit den alten wiedergeboren zu werden. Doch das Bild dieses Lebenskessels wurde durch das eines dampfenden, blubbernden und unheilvollen Gebräus ersetzt.



Es ist auffällig, daß die heidnischen und naturbezogenen Ursprünge des Halloween-Brauches durch die Christianisierung der westlichen Gesellschaft immer stärker in ein negatives Licht gerückt wurden. Da wurden aus weisen und freundlichen Gottheiten böse Wesen mit Zauberkräften, die versuchen, die Menschen auf ihre, die dunkle, Seite zu ziehen.
Nichtsdestotrotz üben gerade diese teuflisch besetzten Figuren einen eigenartigen Reiz auf viele Menschen aus und erfreuen sich nicht nur an Halloween reger Beliebtheit.

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