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 Betreff des Beitrags: Die Geschichte von Halloween
BeitragVerfasst: 26. Okt 2012, 00:08 
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Halloween - wie entstand der Namen?

Das Wort "Halloween" kommt vermutlich von "All Hallows Eve", der Vorabend von "All Hallows Day" (Allerheiligen). Daraus entstand im Laufe der Zeit die Abkürzung Halloween. Halloween wird jedes Jahr am 31. Oktober gefeiert. Wahrscheinlich ist Halloween keltischen Ursprungs (Samhain), und die Iren haben dieses Fest ins Leben gerufen. Anfang November begann die landwirtschaftlich nicht gerade ertragreiche Zeit und damit eine recht trübe Phase des täglichen Lebens. Man glaubte, dass zu dieser Zeit die Grenzwelt zwischen den Lebenden und den Toten besonders eng zusammenlag und die Seelen der während des Jahres Verstorbenen nachts nach menschlichen Körpern suchten.

Um sich vor diesen "bösen Geistern" zu schützen, verkleidete man sich deshalb mit furchterregenden Masken und Kostümen und stellte ausgehöhlte, beleuchtete Kürbisse, die sog. "Jack-O-Lantern" (Kürbislaternen) als Hauswächter gegen böse Geister vor das Haus. Besonders in den USA gilt heute der ausgehöhlte, beleuchtete Kürbis als das Symbol für Halloween. Da es mit Allerheiligen verbunden war, wurde Halloween früher nur in katholischen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem natürlich in Irland.

Die Iren brachten den Halloween-Brauch mit in die "Neue Welt" als sie während der Hungersnöte in ihrer Heimat (zwischen 1830 und 1850) zu Hunderttausenden in die USA auswanderten. Aufgrund seiner Attraktivität wurde der Brauch bald auch von den Kindern anderer Einwanderer übernommen und entwickelte sich zu einem wichtigen Volksfest in den USA, vor allem in den überwiegend von Weißen besiedelten Gebieten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Brauch in Amerika, wo er heute neben dem Thanksgiving und Weihnachten zum wichtigsten Fest geworden ist, zu einem Teil der anglo-amerikanischen Kultur weiter. Das Fest wurde zunehmend modernisiert und kommerzialisiert, und mit der Zeit hat es seine heutige Form angenommen.

Halloween - wie entstand dieser Brauch?

Samhain - Fest der Kelten

Schon die frühen Kelten kannten ein Fest, das sie "Samhain" nannten. Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November symbolisierte im keltischen Kalender den Jahreswechsel, den Wechsel von der warmen in die kalte Jahreszeit. Seinen Ursprung hat das heutige Halloween in Irland. Dort ehrten die heidnischen Druiden in besagter Nacht den Todesfürsten Samhain und gedachten der toten Seelen.

Zu den Festlichkeiten zählte das Anzünden großer Feuer, um Hexen und Dämonen zu verjagen. Den Göttern wurden Opfer dargebracht, um sie möglichst gnädig zu stimmen. Auch beschäftigte man sich mit Wahrsagen und verkleidete sich mit Hilfe von Tierfellen und Tierköpfen.

In der Encyclopedia Americana steht:
"Bestandteile der mit Halloween verbundenen Bräuche gehen auf eine Zeremonie der Druiden aus vorchristlicher Zeit zurück. Die Kelten hatten Feiern für zwei Hauptgottheiten - eine für den Sonnengott und eine für den Gott der Toten (Samhain genannt), dessen Feier am
1. November begangen wurde, am Anfang des keltischen neuen Jahres. Die Totenfeier wurde allmählich in das christliche Ritual aufgenommen" (1977, Bd. 13, S. 725).

Christianisierung Samhains (Halloweens)

Wie bei vielen anderen, ursprünglich heidnischen Festen, wie Valentinstag oder Ostern, erfolgreich praktiziert, wurde auch Samhain christianisiert. Die Menschen waren zwar recht leicht zu überzeugen, die neue Religion, das Christentum, anzunehmen, doch hielten sie meist an ihren gewohnten, alten heidnischen Sitten, Bräuchen und Traditionen fest. So wurden die alten Bräuche einfach vom Christentum adaptiert und damit auch legalisiert. Im Jahre 837, unter Papst Gregor IV, setzte man für den 1. November Allerheiligen an und am darauf folgenden Tag Allerseelen. So mussten die Menschen sich nicht umstellen und konnten ihre alten Bräuche, zwar unter dem "Mäntelchen" des Christentums, unbehelligt weiterführen.

Auch der noch heute gefrönte Süßigkeitenbrauch (s. "Trick or Treat") stammt aus längst vergangenen Zeiten (9. Jh.). Damals wanderten Christen am 2. November, dem Seelenfest, von Dorf zu Dorf und erbettelten sogenannte Seelenkuchen. Zum Dank versprachen sie intensiv für die Spender
zu beten.

Halloween heute

Obwohl dem Halloween heute nicht mehr die religiöse Bedeutung wie früher beigemessen werden kann, hindert es die Menschen vor allem im Ursprungsland Irland und den von Iren stark geprägten USA nicht daran, das Ereignis ausgelassen zu feiern. Typisch für die Feiern sind die gruseligen Verkleidungen, die ausgehöhlten Kürbisköpfe, die zu Laternen ("Jack-O'-Lantern") umfunktioniert werden, die typischen Kürbisgerichte, sowie die ausgelassenen Parties.

Das Haus wird geschmückt, und Kinder ziehen als Hexen, Gespenster oder Dämonen verkleidet von Haus zu Haus, um mit dem Spruch "Trick or Treat - Süßes oder Streiche" Süßigkeiten für sich einzufordern.
Und wehe dem, der die kleinen Gespenster, Hexen, Dämonen oder Gnome nicht mit allerlei Leckereien besänftigt. Bei Einbruch der Dunkelheit ziehen Scharen von Hexen, Gespenstern, Skeletten, Knochenmännern, Gnomen, Vampiren, Teufeln und anderen Schauergestalten bis spät in die Nacht durch die Straßen. Auf den Halloween-Parties geht es hoch her: Es wird gelacht, getanzt, gespielt, gegessen und allerlei Schabernack getrieben.


Auch für die Filmbranche in Hollywood war Halloween wie geschaffen, um mit Horrorfilmen der unterschiedlichsten Güte das Filmpublikum zu schocken. 1978 drehte John Carpenter den äußerst erfolgreichen Horror-Film "Halloween – Die Nacht des Grauens", der eine Reihe von meist weniger gelungenen Fortsetzungen und Remakes nach sich zog.


Halloween in Deutschland

Hierzulande hat sich Halloween inzwischen als Kostümfest etabliert. Halloween-Parties sind voll angesagt und finden um den 31. Oktober herum vor allem in Discos und Clubs, aber auch in Gaststätten, Vereinsräumen und Bürgerhäusern statt. Die Dekoration hat dabei so gruselig wie möglich zu sein. Die Gäste kommen verkleidet als Gespenster, Teufel, Skelette, Hexen oder Dämonen - je schauriger, desto besser. Häufig wird das ausgefallenste oder phantasievollste Kostüm prämiert. Wahre Highlights sind die Halloween-Party auf der Ronneburg oder Europas gruseligste Halloweenparties auf Burg Frankenstein.

Mit der wachsenden Popularität des Festes auch hierzulande ist in den letzten Jahren die Kritik von Seiten der christlichen Kirchen lauter geworden. Sie befürchten, dass Halloween heimische Traditionsfeste, wie das Sankt-Martin-Fest oder den Reformationstag zunehmend verdrängen. Andererseits wird Halloween durch eine wachsende Zahl von Anhängern in Deutschland als vorgezogener Beginn von Karneval, Fastnacht und Fasching angesehen und gefeiert.

Halloween Symbole

Die für Halloween typischen Symbole sind Teufel, Gespenster, Dämonen und Knochenmänner; Hexen mit spitzen Hüten, die auf Besen reiten mit einer schwarzen Katze auf den Schultern; Gnome und Zwerge; Eulen, Spinnen und Vampire.

Gemäß einer Sage kam der beleuchtete Kürbis zu diesem Namen, weil ein Hufschmied namens Jack O., der ein richtiger Raufbold und Trinker war, einen Pakt mit dem Teufel einging. Der Teufel versprach Jack, ihn für sieben Jahre zum besten Hufschmied im Lande zu machen, wenn er ihm seine Seele verkaufe. Jack willigte in den Pakt ein und hängte zum Zeichen seines neuerworbenen Könnens einen ausgehöhlten und von innen beleuchteten Kürbis am Eingang seiner Schmiede auf. Wie in vielen Sagen und Geschichten, in denen Menschen ihre Seele dem Teufel verkauften, nahm es mit Jack ein böses Ende. Seine Strafe war für alle Zeiten mit seiner Jack O'Lantern durch die Welt zu ziehen. Amerika hat es ihm dabei wohl besonders angetan.


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