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 Betreff des Beitrags: Gemüse aus dem eigenen Garten
BeitragVerfasst: 17. Apr 2013, 21:40 
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Mit der richtigen Planung kann man bei zeitiger Aussaat fast die ganze Vergetationsperiode über frischen Salat und knackiges Gemüse aus dem eigenen Garten ernten. Hochsaison für die Gemüseernte sind die Sommermonate. Was ist zu beachten? Wie plane ich? Was ist Fruchtwechsel?

Alle Gemüsesorten wollen einen vollsonnigen Standort. Zu wenig Sonne schwächt die Pflanzen und macht sie anfälliger für Schädlinge wie Blattläuse, Schnecken und Pilzkrankheiten. Auch die Erde ist wichtig: Sorgen Sie für einen lockeren, humusreichen Boden. Regelmäßige Kompostgaben und Steinmehl helfen hierbei!
Eine feste Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt schützt vor dem Austrocknen und erspart Ihnen das lästige Hacken und Jäten. Dies gilt besonders für Gemüse wie Kopfkohl, Fenchel oder Sellerie, das lange auf dem Beet bleiben muss.

Gemüse pflanzen und säen im Juni

Hand in Hand mit der Ernte können sie frei werdende Flächen im Beet auch im Juni neu bepflanzen (Fruchtwechsel beachten!). Sellerie, Kopfkohl, Rosenkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Grünkohl und Lauch können ohne weiteres bis Mitte/Ende Juni ausgepflanzt werden. Auch säen lohnt noch: Aussaaten von Pflücksalat, Dill, Radieschen, Rettich, Möhren und Buschbohnen sowie Knollenfenchel der Sorten ‚Zefa-Fino’ und ‚Sperlings-Cantino’ verlängern die Erntesaison.
Salate für Herbst und Winter sind Feldsalat, Winterendivie, Zuckerhut-Salat und Radicchio. Letztere ab November knapp über dem Boden zurückschneiden, damit sich Winterrosetten bilden, die dann wieder ab März geerntet werden können.

Auf die Mischung kommt es an!

Auch im Gemüsebeet gilt: Vielfalt vor Monotonie. Je kunterbunter durcheinander Sie pflanzen, umso mehr verschiedene Gemüse und Kräuter können Sie ernten und umso weniger Arbeit haben sie. Lassen Sie die Natur für sich arbeiten! Richtig kombiniert, schützen sich Pflanzen gegenseitig vor Erkrankungen und Schädlingen. Gute Partnerschaften sind: Basilikum zwischen Gurken und Zucchini gepflanzt schützt diese vor Mehltau. Salbei und Pfefferminze schützen Kohlgewächse vor Raupen; Schnittsellerie Lauch vor der Lauchmotte. Generell hilft Koriander und Kerbel im Gemüsebeet Schnecken in Schach zu halten. Kapuzinerkresse schützt alle Kulturen vor Ameisen sowie Kraut- und Knollenfäule.
Daneben können Pflanzen sich auch gegenseitig im Wachstum fördern. Bewährte Kombinationen sind: Bohnen und Bohnenkraut, Gurken mit Erbsen, Bohnen oder Knoblauch; Karotten mit Zwiebeln, Lauch, Erbsen, Salat oder Bohnen; Kürbis mit Bohnen, Erbsen oder Tomaten; Lauch mit Karotten, Knoblauch, Tomaten oder Rettich; Salat mit Radieschen, Kohl, Kohlrabi, Zwiebeln, Lauch oder Bohnen und Zwiebeln mit Karotten, Salat, Rettich, Radieschen oder Kartoffeln.

Fruchtwechsel

Pflanzt nie dasselbe Gemüse zwei Jahre hintereinander auf denselben Platz. Fruchtwechsel hungert auf eine Gemüseart spezialisierte Schaderreger aus und bewahrt den Boden vor Auslaugung. Dieses Anbauverbot gilt für alle Mitglieder einer Pflanzenfamilie. Ein Beispiel für einen Fruchtwechsel ist: im ersten Jahr Kohl (Fam. Kreuzblütler), im zweiten Möhren (Fam. Doldenblütler), im dritten Tomaten (Fam. Nachtschattengewächse), im vierten Gurken (Fam. Kürbisgewächse), im fünften Zwiebeln (Fam. Lauchgewächse), im sechsten Salat (Fam. Korbblütler). Dann können Sie wieder von vorne beginnen

Gesund Gemüse durch richtiges Düngen und Ernten

Überdüngte Pflanzen nehmen mehr Nitrat auf, als sie verarbeiten können. Dieses wird in den Zellen eingelagert und kann unsere Gesundheit schädigen, denn im Magen-Darm-Trakt können Krebs erregende Nitrosamine entstehen.
Die oberste Regel: Düngen Sie nur Maßvoll, besonders im Herbst und Frühjahr. Pflanzen können das eingelagerte Nitrat nämlich nur verarbeiten, wenn sie ausreichend Sonnenlicht erhalten. Besonders Spinat, Melde, Rote Bete, Möhren, Kopfsalat oder Rauke lagern gerne Nitrate ein.
Beachtet folgende Tipps für die Ernte:

- Auf keinen Fall in den letzten Tagen vor der Ernte düngen. Stellen Sie am besten schon 3-4 Wochen vor der Ernte das Düngen ein.
- Der beste Erntezeitpunkt an sonnigen Tagen ist die Mittagszeit.
- Am Tag vor der Ernte können Sie Rote Bete, Möhren oder Kopfsalat mit der Grabegabel leicht anheben. So reißen die Faserwurzeln und es wird kein weiteres Nitrat aufgenommen


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