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 Betreff des Beitrags: Die drei ??? und der grüne Geist 004
BeitragVerfasst: 24. Nov 2017, 00:12 
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Ein markerschütternder Schrei, der durch die Nacht hallt, macht Bob und Peter auf das Haus des lange verstorbenen Mathias Green aufmerksam. Als sie daraufhin das Haus zusammen mit sechs anderen Männern (oder waren es sieben...?) betreten, wird es richtig unheimlich. Oben auf der Treppe erscheint ihnen ein grün schimmerdes Gespenst, welches kurz darauf in der Wand verschwindet. Während Justus in Rocky Beach bleibt, führen die Ermittlungen Bob und Peter zu einem Weingut nahe San Fransisco, wo die mysteriösen Ereignisse sich fortsetzen. Auch hier taucht der Geist auf, eine wertvolle Perlenkette verschwindet und Bob und Peter sind plötzlich, ohne recht zu wissen warum, auf der Flucht durch einen alten Bergstollen. Doch Justus wäre nicht Justus, hätte er nicht gerade noch rechtzeitig die rettende Erleuchtung...



Leseprobe:

Der Schrei traf Bob Andrews und Peter Shaw völlig unvorbereitet.
Sie standen in einer von Unkraut überwucherten Einfahrt und sahen sich das leerstehende alte Haus an so groß wie ein Hotel und an einer Seite aufgerissen, denn die Abbruchfirma war bereits am Werk. Im Mondlicht wirkte alles verhangen und unwirklich.
Bob hatte sein Tonbandgerät umgehängt und sprach seine Bestandsaufnahme des Schauplatzes ins Mikrophon. Gerade unterbrach er sein Protokoll und wandte sich an Peter: "Viele Leute glauben, daß es in diesem Haus spukt, Peter. Schade, daß es abgerissen wird - vielleicht hätte es Alfred Hitchcock für einen Film verwenden können."
"Der alte Kasten hätte ihn sicher begeistert", stimmte Peter zu. "Was ich von mir nicht behaupten kann. Im Gegenteil, mir wird immer mulmiger. Wollen wir uns nicht absetzen?" Und genau da ertönte vom Haus her der Schrei.
Es war ein unheimlich schriller Laut, eher tierisch als menschlich.
Den beiden Jungen sträubten sich die Haare.
"Hast du das gehört?" Peter schluckte. "Machen wir bloß, daß wir hier wegkommen!"
"Moment noch!" sagte Bob, der mannhaft gegen seinen Fluchtinstinkt ankämpfte.
Als Peter zögerte, meinte er: "Ich will nur besser aussteuern, falls es noch etwas aufzunehmen gibt. Just würde es auch so machen."
Justus Jonas, der Erste Detektiv, war diesmal nicht mit dabei. "Na ja. . ." fing Peter an. Aber Bob hatte schon den Aufnahmeregler voll aufgedreht und das Mikrophon auf das leere, halbzerfallene alte Haus zwischen den Bäumen gerichtet.
Wieder schwoll der schrille Schrei an und erstarb langsam. Es ging einem wirklich an die Nerven.
"Los, hauen wir ab!" sagte Peter. "Mir reicht's."
Jetzt hatte auch Bob genug gehört. Sie machten beide kehrt und rannten den Weg zurück zu den abgestellten Fahrrädern. Peter war ein guter Läufer, und auch Bob konnte flink wie ein Wiesel sein. Aber weit kamen sie nicht: Starke Arme hielten sie unversehens auf.
Peter entfuhr ein überraschter Laut, als er mit jemand zusammenprallte, der vorher ziemlich dicht hinter ihm gestanden haben mußte. Auch Bob wurde der Rückzug abgeschnitten: Er lief einem Mann geradewegs in die Arme und fand sich festgehalten.
Sie waren in vollem Lauf in eine Gruppe Männer gerannt, die unbemerkt die Einfahrt heraufgekommen waren, während sich die beiden Jungen die unheimlichen Schreie angehört hatten.
"Hoppla, Junge!" rief gutmütig der Mann, der Peter aufgehalten hatte. "Fast hättest du mich umgerannt!"
"Wer hat denn da so geschrien?" fragte der Mann, dem Bob blindlings in die Arme gelaufen war. "Wir sahen euch dastehen und horchen!"
"Wir wissen nicht, wer es war", antwortete Peter. "Aber es hörte sich wie ein Geist an!"
"Geist Unsinn! ... Es könnte ein Hilfeschrei gewesen sein! ... Vielleicht bloß ein Landstreicher..."
Die fünf oder sechs Männer, denen Bob und Peter so unverhofft begegnet waren, redeten alle durcheinander, und keiner beachtete mehr die beiden Jungen. Ihre Gesichter ließen sich nicht erkennen, aber alle waren sichtlich gut angezogen und sprachen wie normale Anwohner der gepflegten Wohnsiedlung, die das verkommene Greensche Anwesen und das leerstehende Haus umgab.

_________________
http://villa-paranormal.phpbb8.de/portal

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Wo Mutterhände liebevoll walten, bleibt das Glück im Haus erhalten


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